 Wirtschaftsminister Pfister, Ministerpräsident Mappus, der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Gruss und Wissenschaftsminister Frankenberg
 | Mappus: Arbeitsplätze in Kernbranchen halten und neue Beschäftigungsfelder erschließen, um Wohlstand im Land zu sichern – Umsetzung der Empfehlungen aus Gutachten McKinsey/IAW und der Arbeit des Innovationsrats
"Mit dem Impulsprogramm ,Wohlstand sichern, neue Arbeitsplätze schaffen’ will die Landesregierung ein wichtiges Zeichen setzen. Wir können den Wohlstand in unserem Land nur sichern, wenn wir die Arbeitsplätze in unseren Kernbranchen halten und neue Beschäftigungsfelder erschließen. Trotz der Priorität für eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik müssen wir auch in Zukunftsfelder investieren: In Wachstumsbranchen, in die Forschung, in den Technologietransfer. Nur mit gut ausgebildeten Fachkräften und innovativen Unternehmern kann Baden-Württemberg seine Spitzenposition in Deutschland und Europa halten", erklärte Ministerpräsident Stefan Mappus in Stuttgart.
Gemeinsam mit Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und Wirtschaftsminister Ernst Pfister stellte Ministerpräsident Stefan Mappus das am Vormittag vom Kabinett beschlossene Impulsprogramm der Landesregierung der Landespresse vor. Die Mittel sind im Nachtragshaushalt eingestellt, die abschließende Beschlussfassung im Finanzausschuss soll am Donnerstag (17. Februar 2011) stattfinden.Mappus: "Wir investieren 60 Millionen Euro in acht Schwerpunktbereiche. Allein 20 Millionen Euro sind für Leuchturmprojekte im Bereich Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz vorgesehen. Zusammen 14,5 Millionen Euro fließen in die Automobilforschung und in das Modellprojekt zur nachhaltigen Mobilität in der Region Stuttgart. Für Modellprojekte im Bereich ,Medizin und Pflege’ und zur Förderung neuer IT-Technologien sind zusammen acht Millionen Euro eingeplant. 17,5 Millionen Euro werden für Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, zum Technologietransfer in kleine und mittlere Unternehmen und zur Wagniskapital-Finanzierung junger Unternehmen bereitgestellt."Das Impulsprogramm berücksichtige die Vorschläge des von der Landesregierung 2010 bei McKinsey & Company und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen in Auftrag gegebenen Gutachtens "Technologien, Tüftler und Talente. Wirtschaftliche und technologische Perspektiven der baden-württembergischen Landespolitik bis 2020". Wichtige Vorarbeiten habe auch der Innovationsrat Baden-Württemberg geleistet, sagte Mappus."Mit dem aktuellen Programmvolumen von 60 Millionen Euro können wir zwar nur begrenzte, aber doch sehr wichtige Wachstums- und Beschäftigungsimpulse im Land setzen. Wenn es die Haushaltssituation erlaubt, werden wir im Haushalt 2012/13 ein zweites Impulsprogramm zur Umsetzung von Vorschlägen gemäß dem Gutachten von McKinsey und IAW sowie den Empfehlungen des Innovationsrats auf den Weg bringen", so der Regierungschef.Ministerpräsident Mappus: "Das Impulsprogramm setzt wichtige Schwerpunkte in der Region Stuttgart. Aber die meisten Maßnahmen kommen dem ganzen Land zugute. Die Bürger und Firmen im Ländlichen Raum profitieren nicht zuletzt von den 15 Millionen Euro, die wir kürzlich im Nachtragshaushalt für die verbesserte Breitbandversorgung bewilligt haben. Auch eine Maßnahme, die im Kontext mit dem Gutachten von McKinsey und IAW zu sehen ist."Wissenschaftsminister Frankenberg wies darauf hin, dass der Löwenanteil des Impulsprogramms in Forschungseinrichtungen und Forschungsprojekte investiert werde. Ein wichtiges Anliegen der Landesregierung sei dabei, die Technologiepartnerschaft zwischen den Forschungseinrichtungen und Unternehmen weiter zu stärken. Aus diesem Grund fördere das Impulsprogramm "Industrie auf dem Campus" Vorhaben, bei denen Forscher aus der Wirtschaft und aus den Hochschulen unter einem Dach an gemeinsamen Projekten arbeiten. Diese enge Form der Zusammenarbeit habe der Innovationsrat ausdrücklich empfohlen. "Die Mittel des Impulsprogramms werden außerdem in die Wertsteigerung von Hochschulerfindungen investiert", so Frankenberg. "Wenn in einer Forschungseinrichtung eine Erfindung gemacht wird, ist häufig noch nicht sicher, ob sie sich für eine Anwendung in der Industrie eignet. Hochschulerfindungen landen deshalb oft in der Schublade. Das Land wird einen speziellen Validierungsfonds einrichten, um technische Machbarkeit und wirtschaftliches Potenzial der Forschungsergebnisse zu überprüfen und nachzuweisen. Daraus soll beispielsweise auch die Entwicklung von Prototypen gefördert werden." Damit könne eine Lücke auf dem Weg zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und marktfähigem Produkt geschlossen werden."Das Impulsprogramm beweist, dass die Landesregierung wichtige Zukunftsthemen der Wirtschaft entschlossen anpackt und wichtige Weichenstellungen vornimmt. Es setzt keine kurzfristig wirkenden Akzente, sondern unterstützt strukturelle Leuchttürme mit Bestand und langfristiger Wirkung", unterstrich Wirtschaftsminister Pfister. "Die Langfristigkeit kommt beispielsweise im Aufbau einer neuen Projektgruppe Leichtbau am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) Stuttgart zum Ausdruck. Damit legen wir den Grundstock für ein weiteres neues Fraunhofer-Institut in Baden-Württemberg. Besonders freue ich mich über die Einrichtung eines Wagniskapital-Fonds über vier Millionen Euro zur Stärkung junger innovativer Unternehmen in der Frühphase, mit dem wir eine zentrale Empfehlung des Innovationsrats umsetzen." Zudem gehe das Land mit den Maßnahmen zur Stärkung der dualen Ausbildung neue Wege, um die Abbrecherquote bei Ausbildungsverträgen zu reduzieren. Denn die duale Ausbildung, so Pfister, sei eine tragende Säule bei der Bewältigung des Fachkräftemangels als zentrales Wachstumshemmnis für die Wirtschaft.Anlagen:Anlage 1 Projektübersicht des ImpulsprogrammsAnlage 2 Erläuterung der Schwerpunktbereiche des ImpulsprogrammesQuelle: Staatsministerium Baden-Württemberg
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