 Ministerpräsident Stefan Mappus bei seiner Rede in Rastatt  Stefan Mappus im Gespräch
 | Knapp 300 Besucher erlebten bei der Wahlkampfveranstaltung in der Reithalle Rastatt einen kämpferischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus, der keinen Zweifel daran ließ, dass er das "grandios dastehende Land" auch weiterhin regieren will.
Er setze auf einen "sachlich-fairen Politikstil" und eine verantwortungsvolle Politik – vor allem "auf Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit", wie er bei seinem Streifzug durch sämtliche Themen der Landespolitik deutlich machte. Er wolle dazu beitragen, dass die Bürger wieder Vertrauen haben können. Eingeladen zu der vom Musikverein Niederbühl umrahmten Veranstaltung hatte der CDU-Kreisverband Rastatt.
Nach einem kurzen Imagefilm skizzierte Mappus sein Ziel: "Ich möchte, dass Baden-Württemberg weiterhin an der Spitze aller Bundesländer steht – sei es im Bereich der Wirtschaft oder der Bildung." Er wolle das Land voranbringen. Es komme immer darauf an, wie man gestaltet, betonte Mappus mit Blick auf "Stuttgart 21" und die "negativ-destruktive Politik" der Bahnhofs-Gegner. Stolz betonte Mappus, dass Baden-Württemberg nach der Krise wieder gut dastehe – nicht zuletzt dank seiner Menschen, ihrem Erfindungsreichtum und ihrer Innovationsfähigkeit.
Als zentrales Thema im Land nannte Mappus die Finanzen: "Wir haben ein Sparpaket geschnürt und jeden Cent, den wir an Steuereinnahmen mehr hatten, in die Reduzierung der Neuverschuldung investiert." Dies sei auch eine Frage der Moral, den künftigen Generationen gegenüber. Spätestens bis 2014 wolle er wieder einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Zum Länderfinanzausgleich, seinem "Lieblingsthema", merkte er an: "Wenn wir sparen, können nicht andere unser Geld rauspulvern und sich Dinge leisten, die wir uns in Baden-Württemberg nicht leisten können."
Der Ministerpräsident nannte den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn als eines von drei Großprojekten auf der Schiene, "die wir brauchen, um in den kommenden Jahrzehnten vorne mit dabei zu sein". Intensiv widmete er sich dem Thema "Bildung und Ausbildung" als dem "entscheidenden Zukunftsfaktor". Er sprach sich dabei unter anderem für das mehrgliedrige Schulsystem aus und betonte, wie notwendig die flächendeckende Versorgung mit Bildungseinrichtungen und die frühkindliche Bildung sei.
Quelle: CDU Kreisverband Rastatt
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